3. Schritt Zu- & Abschläge

Der Schritt "Zu- und Abschläge" im Modul Düngeplanung von Näon ermöglicht die Feinjustierung der Düngebedarfsermittlung, indem spezifische Faktoren berücksichtigt werden, die den Nährstoffbedarf einer Kultur erhöhen oder senken können. Dies ist notwendig, um eine Düngeplanung zu erstellen, die den Bedingungen vor Ort gerecht wird.

1. Einzelne Zu- und Abschläge

In diesem Schritt werden anhand der Daten aus Schritt 1 und 2, die schlagspezifischen Zu- und Abschläge für Stickstoff ermittelt. Die einzelnen Zu- und Abschläge, die hier berücksichtigt werden, sind:

  • im Boden verfügbare Stickstoffmenge kg/ha

  • Ertragsdifferenz Zu- und Abschläge

  • Rohproteindifferenz Zu- und Abschläge

  • N-Nachlieferung aus dem Bodenvorrat

  • N-Nachlieferung aus org. Dünger des Vorjahres

  • N-Nachlieferung aus der N-Bindung von Leguminosen

  • Vorfruchtwert/ N-Nachlieferung aus den Ernteresten

  • Zuschlag bei Abdeckung mit Folie/Vlies zur Ernteverfrühung

  • Verfügbarer Stickstoff aus der Herbstdüngung

  • Abschlag Rotes Gebiet

  • Mistdüngung

  • Phosphatsensibles Gebiet

  • Ausnutzung aus der Herbstdüngung (P₂O₅, nur Niedersachsen, ab Bilanzjahr 2027)

Über den Infoknopf kannst Du nachlesen, wie die eingetragenen Werte zustande kommen bzw. welcher Wert hier eingetragen werden muss.

2. Rote Gebiete

Der Abschlag für das Rote Gebiet erscheint immer dann, wenn du im Schritt 1 bei der Schlagbearbeitung Rotes Gebiet angehakt hast. Der Abschlag wird zunächst für alle Schläge im Roten Gebiet mit 20% vorgenommen. Den Abschlag kannst du über den Verteilungsrechner Rote Gebiete kultur- bzw. schlagweise anpassen. Den Rechner kannst du über den Funktionsbutton aufrufen.

3. Schlagspezifische Anbauinformationen

Im oberen Teil der Oberfläche findest du neben den schlagspezifischen Anbauinformationen auch die Angaben zum Ertrag bzw. Rohprotein. Über das Stiftsymbol kannst du jeden einzelnen Schlag in der Eingabemaske bearbeiten und über das Tabellensymbol können alle Schläge in einer Tabelle betrachtet und bearbeitet werden.

Die Eingabefelder sind:

  • N-Nachlieferung aus dem Bodenvorrat (nur bei Grünland)

  • org. Dünger des Vorjahres

  • N-Nachlieferung aus der N-Bindung von Leguminosen (nur bei Grünland)

  • Zuschlag bei Abdeckung mit Folie/Vlies zur Ernteverfrühung (nur bei Gartenbaukulturen)

  • Verfügbarer Stickstoff aus der Herbstdüngung (nur bei Gerste und Raps - wenn Herbstdüngung bereits im Nährstoffmanager angelegt wurde, dann berechnet das Programm diesen Wert automatisch)

Je nachdem, ob der Schlag Ackerland oder Grünland werden die relevanten Felder für die Bearbeitung freigegeben. Diese sind grau unterlegten Felder können nicht bearbeitet werden. Bei Grünland wird der Wert für N-Nachlieferung aus dem Bodenvorrat und N-Nachlieferung aus der N-Bindung von Leguminosen automatisch ermittelt. Die Daten hierfür können unter „Humusklassen“ und „N-Nachlieferung“ in den Stammdaten entnommen werden. Da dieser Wert durch die Düngeverordnung vorgegeben ist, kannst du ihn nicht ändern. Du kannst diesen Wert in Stammdatentabelle „Pflanzen“ nachschauen bzw. kontrollieren. Wenn auf einem Schlag Raps oder Gerste als Hauptfrucht angebaut wird, dann erscheint die Zeile Verfügbarer Stickstoff aus der Herbstdüngung.

Bei Änderungen in der Herbstdüngung musst du in Schritt 3 über den Knopf „Funktionen“, N und P2O5 aus Herbstdüngung ermitteln. Es werden alle Schläge dabei aktualisiert.  Betrifft einer der aufgeführten Punkte in Schritt 3 den einzelnen Schlag nicht, erfolgt auch kein Zu- oder Abschlag. Hier erscheint eine Null.

Düngeplanung 3. Schritt Zu- und Abschläge

Düngeplanung 3. Schritt Zu- und Abschläge


4. P₂O₅ aus der Herbstdüngung (Niedersachsen, ab Bilanzjahr 2027)

Ab dem Bilanzjahr 2027 berücksichtigt näon in Niedersachsen auch das Phosphat (P₂O₅), das du bereits im Herbst des Vorjahres gedüngt hast. Hast du im Herbst 2026 mit P₂O₅ gedüngt, senkt näon in der Düngeplanung 2027 den P₂O₅-Bedarfswert und den P₂O₅-Abfuhrwert um genau diesen bereits gedüngten Anteil. Das funktioniert ähnlich wie der Abzug bei der Mistdüngung.

Den Wert findest du in Schritt 3 Zu- und Abschläge der Düngeplanung in der Zeile Ausnutzung aus der Herbstdüngung. Du hast zwei Möglichkeiten, ihn zu füllen:

  • Von Hand eintragen – über das Stiftsymbol in der Einzelbuchung oder über das Tabellensymbol in der Sammelbuchung.

  • Automatisch ermitteln lassen – klicke in Schritt 3 auf Funktionen und wähle N und P2O5 aus Herbstdüngung ermitteln. näon berechnet den Wert dann aus den Daten des Vorjahres, wahlweise aus der Ackerschlagkartei oder der Düngeplanung. Achtung: Die Funktion überschreibt Werte zur Herbstdüngung, die du vorher von Hand eingetragen hast.

Deine 2027er Bilanz war schon angelegt? Hast du die Düngeplanung 2027 vor dem 23.09.2026 angelegt, hat näon den Wert nicht automatisch übernommen. Trag ihn in Schritt 3 von Hand ein oder lass ihn über die Funktion ermitteln. Legst du die Düngeplanung 2027 ab dem 23.09.2026 neu an und nutzt dabei die Datenübernahme aus dem Vorjahr, berücksichtigt näon den Wert beim Anlegen automatisch.

Wenn du in der Bilanz 2026 nachträglich eine Düngung einträgst oder änderst, passt sich der Wert „Ausnutzung aus der Herbstdüngung" in der Düngeplanung 2027 nicht von selbst an. Prüfe ihn danach in Schritt 3 und korrigiere ihn – am einfachsten, indem du unter Funktionen die Funktion N und P2O5 aus Herbstdüngung ermitteln erneut ausführst.

5. Leguminosenanteil eintragen Videoanleitung

6. Deine Vorteile in näon

  • Flexibilität: Die Funktion erlaubt es, auf individuelle Bedingungen einzugehen, die sich nicht pauschal berechnen lassen.

  • Rechtskonformität: Einhaltung gesetzlicher Vorgaben, es werden alle Zu- und Abschläge berücksichtigt

  • Transparenz: Anpassungen werden nachvollziehbar dokumentiert und können für Kontrollen oder Berichte verwendet werden.