# 5. Applikationskarte erstellen

Die Zonenermittlung ist der letzte Schritt zur Erstellung einer Applikationskarte. Zur Zonenermittlung kommst du wenn du im vierten Schritt  auf den Button Applikationskarten unten auf der Seite klickst. Je nach dem ob du eine Applikationskarte zum Düngen, zur Ausaat von Saatgut oder zum Ausbringen von Pflanzenschutzmitteln erstellen möchtest, sieht die Zonenermittlung für jede Art der Applikationskarte anders aus. Du kannst deinen Schlag zunächst entweder in drei, fünf, sieben oder neun verschiedene Zonen einteilen. Wähle dazu die DropDown Liste unter dem Punkt Zonen aus. Die Methoden der Zonierung kannst du unter dem Punkt Zonierung in die Methoden Jens Natural Breaks, gleiche Zonengröße und gleicher Index einteilen. Die Methoden der verschiedenen Zoneneinteilungen sind unten erklärt und sind bei allen Arten der Applikationskarten gleich aufgebaut. Die Kartenansicht auf der rechten Seite beeinhaltet die üblichen Kartenfunktionen (verschiedene Kartenansichten, Betrieb wechseln oder alle Schläge ansehen). Hinzu kommen in diesem Schritt zwei Symbole. Auf der rechten Seite der Karte siehst du ein Bildschirmsymbol. Wenn du dieses anklickst, gelangst du zu einer doppelten Ansicht deines Schlages bei dem du die Fläche noch einmal ohne die Zonenermittlung ansehen kannst. Mit dem darunterliegenden Pinselsymbol hast du die Möglichkeit, Änderungen in der Applikationskarte vorzunehmen wenn du beispielsweise einzelne Zonen überzeichnen möchtest. Wähle eine der Zonen aus und zeichne los. Du kannst entweder in den Schlag klicken um kleine Teilbereiche zu verändern oder auch die Maus gedrückt halten um größere Bereiche auf dem Schlag zu ändern. Wenn du die Änderungen deiner Zonen speichern möchtest, klicke auf den grünen Haken. Im Allgemeinen sind die Zonen auf dem Schlag von gelben Zonen (viel Düngemittel, Saatgut, Pflanzenschutzmittelbedarf) bis dunkelblauen Zonen (wenig Düngemittel, Saatgut, Pflanzenschutzmittelbedarf) definiert. Bleibst du mit der Maus in der Kartenansicht auf den einzelnen Zonen stehen wird dir die Fläche dieser Zone und die Zonennummer angezeigt. Bevor die Applikationskarte finalisiert wird, legst du fest, in wie viele Zonen die Karte unterteilt werden soll. Anschließend kannst du die Zonierungsmethode wählen;


1. Ertragskartierung: Basierend auf den Erträgen der letzten Jahre. Gebiete mit besseren oder schlechteren Erträgen werden identifiziert.
2. Bodenanalyse: Bestimme den Nährstoffgehalt und die Bodenstruktur deiner Felder. Ideal, um gezielte Düngung zu planen
3. NDVI-Zonen: Mithilfe von NDVI-Daten werden Wachstumsunterschiede sichtbar und du erkennst, wo deine Pflanzen Unterstützung brauchen.
4. Biomassekarten: Teilen deine Felder basierend auf der Pflanzendichte ein. Perfekt, um zu entscheiden, wo du mehr oder weniger Saatgut einsetzen solltest.

### 1. Methoden

**Jenks Natural Breaks**

Beim Erstellen von Applikationskarten aus Vegetationsindexdaten ist es wichtig, die Informationen in Gruppen mit ähnlichen Merkmalen zu gliedern. Du kannst dabei bestimmen, wie viele Gruppen gebildet werden und wie diese zusammengesetzt sein sollen. Eine besonders effektive Methode dafür ist Jenks Natural Breaks. Diese Technik zielt darauf ab, die Daten so zu gruppieren, dass die Unterschiede innerhalb einer Gruppe minimal und zwischen den Gruppen maximal sind. Der Prozess besteht aus mehreren Schritten: Zunächst werden die Daten vorläufig in Klassen eingeteilt. Dann wird berechnet, wie stark die Werte innerhalb dieser Klassen voneinander abweichen. Durch wiederholtes Neugruppieren werden die Klassen so angepasst, dass die Abweichungen innerhalb der Gruppen minimiert werden. Das Ergebnis sind optimal gruppierte Daten, die sich ideal für die Erstellung von Düngekarten eignen.

**Gleiche Zonengröße**

Die Klassifizierungsmethode "gleiche Zonengröße" ist ein Ansatz zur Gruppierung von Daten, bei dem die Werte so in verschiedene Klassen unterteilt werden, dass jede Klasse die gleiche Anzahl von Werten enthält. Dabei wird die Gesamtzahl der Werte durch die Anzahl der gewünschten Klassen geteilt. Anschließend werden die Werte gleichmäßig auf die Klassen verteilt.

**Gleicher Indexabstand**

Die Klassifizierungsmethode "gleicher Indexabstand" ist ein Verfahren zur Datenclusterung, das darauf abzielt, Werte in verschiedene Gruppen zu unterteilen, die jeweils den gleichen Abstand zwischen den Grenzen der Klassen aufweisen. Zunächst wird die Differenz zwischen dem kleinsten und dem größten Wert berechnet. Diese Differenz wird anschließend durch die Anzahl der gewünschten Klassen geteilt. Auf dieser Grundlage werden die Werte in die entsprechenden Klassen eingeordnet.

 ![Applikationskarte erstellen](https://wiki.naeon.online/api/files.get?sig=eyJhbGciOiJIUzI1NiIsInR5cCI6IkpXVCJ9.eyJrZXkiOiJ1cGxvYWRzLzc5MWI4Zjg4LTIyMzItNDY4Yy04NTQxLTVlMzRiODA3ZmI4MC82OGEwZTczYy1jZmY1LTRlYmYtOWNiMC1jZmViOGJhNTg5ZTcvZ3JhZmlrLnBuZyIsInR5cGUiOiJhdHRhY2htZW50IiwiaWF0IjoxNzkzNjIwODAwLCJleHAiOjE3OTM3MDcyMDB9.wfdiwABxXIiPGtYvKhTSETwDgpkx8Q87oPNAxaSWkrc " =1897x880")

### 2. Düngekarte

Bei einer Düngekarte hast du die Wahl zwischen einer angleichenden oder differenzierten Düngung:

* Angleichen – Die schlechteste Zone erhält die größte Düngermenge.
* Differenzieren – Die schlechteste Zone erhält die geringste Düngermenge.

Anschließend wählst du das Düngemittel und den entsprechenden Nährstoff aus. Im Feld Soll-Gabe trägst du den Wert ein, den du in der mittleren Zone düngen möchtest. Über den Range-Wert legst du fest, wie stark sich die beste und schlechteste Zone in der Düngermenge unterscheiden. Falls du bereits NÄON-Kunde bist, siehst du in der Übersicht den bereits ausgebrachten und geplanten Düngemittelbedarf für die Fläche.

### 3. Saatgutkarte

Auch für die Saatgutverteilung kannst du zwischen einer angleichenden oder differenzierten Strategie wählen:

* Angleichen – Die schlechteste Zone erhält die größte Saatgutmenge.
* Differenzieren – Die schlechteste Zone erhält die geringste Saatgutmenge.

Falls du bereits eine Ackerschlagkartei oder Düngeplanung in NÄON für das aktuelle Jahr erstellt hast, wird die Kultur automatisch übernommen. Sie kann jedoch manuell geändert werden. Bei der Maschinenwahl kannst du zwischen folgenden Optionen wählen: Drille (Breitverteilung) – Hier werden Körner/m², TKG (Tausendkorngewicht) und Keimfähigkeit abgefragt, um die Saatgutmenge in kg/ha zu berechnen. Einzelkorn – Hier gibst du nur die Körner/m² ein. Pflanzmaschine – Hier wird der Abstand im Damm sowie der Dammabstand in cm benötigt. Auch hier kannst du den Range-Wert einstellen, um den Unterschied zwischen der besten und schlechtesten Zone festzulegen. Alle Werte lassen sich in der Tabelle nachträglich anpassen.

### 4. Planungen in Ackerschlagkartei übertragen

Wenn du bereits näon Kunde bist, hast du zudem die Möglichkeit jede Maßnahme jeder Art der Applikationskarte in deine Ackerschlagkartei zu übertragen. Klicke dafür auf den dafür vorgesehenen grünen Button über dem Export der Karten. Die jeweilige Maßnahme, die du mit deiner Applikationskarte planst, wird dann automatisch im jeweiligen Schritt der Ackerschlagkartei unter der Ansicht,,Planung" vermerkt. Diese Planungen kannst du in der Webversion von näon jederzeit in eine gebuchte Maßnahme umwandeln. Weitere Informationen zum Planen in der Ackerschlagkartei findest du [hier.](https://wiki-neu.naeon.online/doc/2-schritt-bodenbearbeitung-und-pflegemassnahmen-TPy9vPK7At)

### 5. Applikationskarte exportieren

Nach der finalen Anpassung kannst du die Applikationskarte exportieren. Dabei stehen folgende Dateiformate zur Verfügung: Shapefile,ISO-XML (Version 3 und 4), KML.

### 6. FAQ - Häufig gestellte Fragen

**1. Welches Dateiformat benötigt mein Trecker?**

Für John Deere Modelle nutzt du das Dateiformat Shapefile. Für alle anderen Marken/Modelle bist du mit ISO-XML 3 auf der sicheren Seite.

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**Documents**

- [Module](https://wiki.naeon.online/s/naeon-wiki/doc/module-fNudxnY1Py)
- [Anleitungen](https://wiki.naeon.online/s/naeon-wiki/doc/anleitungen-XZNe5uOgAk)
- [Erste Schritte in näon](https://wiki.naeon.online/s/naeon-wiki/doc/erste-schritte-in-naon-nNWIHge7X8)