Bundesländer in näon
näon ist nicht nur für Niedersachsen sowie Hamburg und Bremen gebaut. Für Schleswig-Holstein, Sachsen-Anhalt, Nordrhein-Westfalen, Hessen und Bayern sind eigene Regeln hinterlegt – vom Meldeprogramm für die elektronische Nährstoffmeldung (ENNI in Niedersachsen, ENDO in Schleswig-Holstein) über die Kulissen für rote und gelbe Gebiete bis zu den Nmin-Werten. Auf dieser Seite siehst du je Bundesland, was für deinen Betrieb gilt.
1. So erkennt näon das Bundesland deines Betriebs
näon erkennt das Bundesland an zwei Stellen:
Betriebsnummer (EU-Nummer): Sie beginnt in Deutschland mit 276, danach folgt die zweistellige Nummer des Bundeslandes. Daraus ermittelt näon, welche Stammdaten und Regeln für den Betrieb gelten. Deshalb ist die richtige Betriebsnummer beim Anlegen des Betriebs unter Stammdaten → Betriebe so wichtig.
FLIK-Nummer am Schlag: Sie beginnt mit dem Länderkürzel, zum Beispiel DENILI für Niedersachsen oder DESHLI für Schleswig-Holstein. Daran erkennt näon bei den Funktionen Kulissen ermitteln und Nmin Werte berechnen, in welchem Land der Schlag liegt.
Bundesland | Nummer nach 276 | Beginn der Betriebsnummer | FLIK beginnt mit |
|---|---|---|---|
Schleswig-Holstein | 01 | 27601 | DESHLI |
Hamburg | 02 | 27602 | DEHHLI |
Niedersachsen | 03 | 27603 | DENILI |
Bremen | 04 | 27604 | DEBRLI |
Nordrhein-Westfalen | 05 | 27605 | DENWLI |
Hessen | 06 | 27606 | DEHELI |
Bayern | 09 | 27609 | DEBYLI |
Sachsen - Anhalt | 15 | 27615 | DESTLI |
2. Schleswig-Holstein
Elektronische Nährstoffmeldung: näon erzeugt die Datei für ENDO, das Meldeprogramm in Schleswig-Holstein (auch ENDO-SH). Du erstellst sie unter Nährstoffmanagement → Elektronische Nährstoffmeldung und lädst sie anschließend selbst in ENDO hoch. Wie das geht, steht unter Elektronische Nährstoffmeldung.
Bilanzjahr: Betriebe in Schleswig-Holstein arbeiten in näon ausschließlich im Kalenderjahr. Wähle beim Anlegen von Ackerschlagkartei, Düngeplanung und Betriebsobergrenze als Beginn den 1.1.
Nmin: Damit die Funktion Nmin Werte berechnen in Schleswig-Holstein einen Wert liefert, müssen am Schlag der Bodenklimaraum und die Bodenart eingetragen sein. Die Bodenklimaräume in Schleswig-Holstein:
Bodenwerte: Phosphor trägst du als P2O5 ein.
Handelsdünger: In den Stammdaten unter Handelsdünger steht die Gruppe Flüssigdünger nur für Betriebe in Schleswig-Holstein zur Verfügung.
Betriebsobergrenze: Im Schritt 2. Tierhaltung kannst du in Schleswig-Holstein unter dem Produktionsverfahren zusätzlich die Milchleistung auswählen.
3. Niedersachsen
Elektronische Nährstoffmeldung: näon erzeugt die Datei für ENNI, das Meldeprogramm Niedersachsen (meldeprogramm-niedersachsen.de). Die Betriebsnummer muss mit 276 beginnen, sonst schlägt der ENNI-Import in ENNI fehl.
Bilanzjahr: Kalenderjahr (Beginn 1.1.) oder Wirtschaftsjahr (Beginn 1.7.). Der Beginn muss in Ackerschlagkartei, Düngeplanung und Betriebsobergrenze desselben Jahres gleich sein.
Kulissen: Schläge mit der FLIK DENILI werden über Kulissen ermitteln auf rote und gelbe Gebiete geprüft. Grundlage sind die Kulissen aus dem LEA-Portal.
Nmin: Damit an einem Schlag ein Nmin-Wert erscheint, muss der Aussaattermin im März (frühe Sommerung) oder im April (späte Sommerung) liegen, der Bodenklimaraum gesetzt und die FLIK korrekt sein.
Herbstdüngung: Ab dem Bilanzjahr 2027 zieht näon in Niedersachsen auch das im Herbst des Vorjahres gedüngte P2O5 ab, in Schritt 3 der Düngeplanung in der Zeile Ausnutzung aus der Herbstdüngung.
Wirtschaftsdünger: Gemeldete Wirtschaftsdünger aus dem Meldeprogramm für Wirtschaftsdünger übernimmst du über die Funktion Wirtschaftsdünger Meldeübersicht importieren.
4. Sachsen-Anhalt
Elektronische Nährstoffmeldung: Im Export-Dialog der Elektronischen Nährstoffmeldung wählst du als Region Sachsen-Anhalt (ST). Liegt dein Betrieb in Niedersachsen und hat auch Flächen in Sachsen-Anhalt, wählst du für diese Schläge die Region ST – näon gibt dann zwei Dateien aus. Liegt der Betrieb vollständig in Sachsen-Anhalt, gibt näon vier Dateien aus. Diese Dateien sind in einem Ordner verpackt.
Bilanzjahr: Betriebe in Sachsen-Anhalt arbeiten in näon ausschließlich im Kalenderjahr.
Bodenwerte: Phosphor trägst du als P ein, nicht als P2O5. Zusätzlich sind Ackerzahl und Steingehalt einzutragen.
Nmin: Der Steingehalt wirkt auf die Nmin-Berechnung. Die dritte Schicht (60–90 cm) kann näon im Fenster Nmin Werte berechnen über den Button 3. Schicht berechnen rechnerisch ermitteln.
5. Nordrhein-Westfalen
Nmin: In Nordrhein-Westfalen ist für die Funktion Nmin Werte berechnen zusätzlich die Bodenart entscheidend.
Bodenwerte: Phosphor trägst du als P2O5 ein.
6. Hessen
Kulissen: Die Funktion Kulissen ermitteln ist ausgeblendet, sobald ein Betrieb mit der Region Hessen geöffnet ist.
Nmin: In Hessen gibt es keinen Bodenklimaraum, und die Bodenart ist nicht relevant. Die Nmin-Werte hängen allein an Vorfrucht und Frucht.
7. Bayern
Seit dem 29.09.2026 kannst du in näon auch Betriebe in Bayern planen und dokumentieren. Hinterlegt sind die bayerischen Vorgaben auf Grundlage der LfL (Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft).
Betriebsnummer: Betriebe in Bayern haben eine Betriebsnummer, die mit 27609 beginnt. Ist sie beim Anlegen des Betriebs unter Stammdaten → Betriebe eingetragen, verwendet näon automatisch die bayerischen Vorgaben und Stammdaten – von den organischen Düngern bis zum Nmin.
Schläge aus iBALIS: Deine Schläge liest du über den iBALIS-Import ein, inklusive der hinterlegten Feldgrenzen. Du findest ihn in Ackerschlagkartei oder Düngeplanung im Schritt 1. Schlagdaten unter Funktionen → Schlagimport/-export.
Düngeplanung: Die Düngebedarfsermittlung rechnet für Betriebe in Bayern nach den Vorgaben der LfL, auch für die Herbstdüngung.
8. FAQ – Häufig gestellte Fragen
Kann ich näon nutzen, wenn mein Betrieb in Schleswig-Holstein liegt? Ja. näon erzeugt für Schleswig-Holstein die Datei für das Meldeprogramm ENDO, ermittelt die Kulissen für Schläge mit der FLIK DESHLI und rechnet mit den Regeln für Schleswig-Holstein. Wichtig: Betriebe in Schleswig-Holstein arbeiten ausschließlich im Kalenderjahr, die Betriebsnummer beginnt mit 27601.
Mein Betrieb liegt in Niedersachsen, einige Flächen aber in Sachsen-Anhalt. Wie melde ich die? Wähle für die Schläge in Sachsen-Anhalt die Region Sachsen-Anhalt (ST). Die Elektronische Nährstoffmeldung gibt dann zwei Dateien aus, die du jeweils selbst meldest.
Woher weiß näon, in welchem Bundesland mein Betrieb liegt? Aus der Betriebsnummer (EU-Nummer), die du beim Anlegen des Betriebs unter Stammdaten → Betriebe einträgst. Nach 276 folgt die Nummer des Bundeslandes, zum Beispiel 01 für Schleswig-Holstein, 03 für Niedersachsen oder 09 für Bayern.